SAP S/4HANA
2027. In diesem Jahr endet die Mainstream-Wartung für SAP ECC 6.0. Extended Maintenance läuft bis 2030 — gegen Aufpreis. Danach keine Patches, keine Sicherheitsupdates, kein Support. Für rund 30.000 Unternehmen weltweit beginnt jetzt der Countdown zu SAP S/4HANA.
Was S/4HANA anders macht
S/4HANA ist SAPs ERP der nächsten Generation, gebaut auf der HANA-In-Memory-Datenbank. Keine Aggregate mehr, keine Indextabellen — alles wird in Echtzeit berechnet. Das Datenmodell ist radikal vereinfacht: ACDOCA als Universal Journal ersetzt dutzende FI/CO-Tabellen. Der Business Partner löst Debitoren- und Kreditorenstamm ab. CO-PA buchhalterisch und kalkulatorisch verschmelzen.
Für Endanwender: Fiori-Oberfläche statt SAP GUI. Für Controller: Echtzeit-Berichte statt nächtlicher Batch-Jobs. Für die IT: ein schlankeres Datenmodell mit weniger Customizing-Altlasten.
Drei Migrationswege
Brownfield (Systemkonvertierung): Bestehende Daten und Prozesse werden in S/4HANA überführt. Schneller, billiger, aber Altlasten bleiben. Greenfield (Neuimplementierung): Komplett neues System, best practices first. Teurer, länger, aber sauber. Selective Data Transition (Bluefield): Sie wählen, welche Daten und Prozesse mitgenommen werden. Der pragmatische Mittelweg.
Kosten? 250.000 bis 1,2 Mio. € für den Mittelstand, je nach Komplexität und Customizing-Grad. Timeline: 12-24 Monate. Die häufigste Fehler: zu spät starten, Stammdatenqualität unterschätzen und New GL nicht vorher migrieren.
Die KI-Brücke: S/4HANA liefert erstmals ein einheitliches Echtzeit-Datenmodell — die Grundvoraussetzung für KI-Anwendungen im Rechnungswesen. Anomalieerkennung, Cashflow-Prognosen, automatisierte Kontierung. Ohne S/4HANA fehlt die Datenbasis. Mit S/4HANA wird das Finanzwesen zum KI-Anwendungsfall.
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